Bereits seit längerer Zeit mache ich mir Gedanken über gesunde, ausgewogene Ernährung für meinen Hund.

Ich bin kein Freund von industriell gefertigtem "Fast Food" mit jeder Menge unnützen Inhaltsstoffen. Nachdem Brownie eigenartigen Ausschlag bekam und das Trockenfutter schließlich auch verweigerte (kluger Hund ;)), war mein Entschluss gefasst zu "barfen".

B.A.R.F. Was ist das?

B. - Biologisch
A. - Artgerechte
R. - Roh
F. - Fütterung

Die Urahnen unserer Hunde kannten kein Trocken- oder Dosenfutter. Ihre Hauptmahlzeit bestand hauptsächlich aus Knochen, Fleisch, Innereien, Magen (samt Inhalt) ihrer Beutetiere. Die Futtermittelindustrie hat bei unseren Haustieren natürlich eine unerschöpfliche Einnahmequelle entdeckt und Fertigfutter in allen Geschmacksrichtungen hergestellt und uns auch gelehrt, unsere Hunde nicht mehr artgerecht zu ernähren.

Natürlich habe ich mich vorher in Büchern, Internet und bei Freunden, die schon längere Zeit barfen, ausführlich informiert. Dann habe ich mich an die Arbeit gemacht.

Zuerst wurde ein Futterplan für Brownie erstellt. Die Futtermenge richtet sich nach dem Gewicht des Hundes, dem Alter (Welpe, Junghund, erwachsener Hund). Erwachsene Hunde bekommen, je nach Bewegung, 2-4% ihres Körpergewichtes (das ist eine Richtlinie - ein genaues Beobachten des Hundes ist ganz wichtig!). Von der Gesamtfuttermenge bekommt der Hund

20% Obst u. Gemüse
80% tierische Erzeugnisse (davon 50% Muskelfleisch, 20% Pansen, 15% Innereien, 15% Knochen u. Knorpel)

Auf unserem Speiseplan stehen z.B. Apfel, Banane, Birne, Beeren, Melone, Kiwi, Salat, Zuchini, Karotten, Rote Rüben, Fenchel, Kräuter aus dem Garten usw. An tierischen Produkten füttern wir Rind, Lamm, Huhn, Pute, Wild, Fisch, Innereien, Pansen (grün u. ungeputzt), Lamm- u. Rinderknochen (nur roh!!! - gekochte Knochen splittern), Hühnerhälse.

Das Fleisch beziehe ich von örtlichen Metzgern, die mir alles grob wolfen und portionsweise zum Einfrieren vakuumverpacken. Das ist zwar etwas teuerer, aber dafür einmalige Qualität und ich hab so auch keine Arbeit mehr. 

Ca. 2x pro Woche kommen Eidotter und -schale in den Napf. Kohlehydrate (Reis, Kartoffel) vermischt mit Milchprodukten füttere ich nur sehr selten und immer getrennt von den Fleischmahlzeiten.

Zusätzlich gibt es noch Leinöl, Micro Mineral, eine tolle Kräutermischung, in der kalten Jahreszeit Dorschlebertran und ab und zu ein Löfferl Honig.

Wir haben bis jetzt nur gute Erfahrungen gemacht - der Ausschlag ist verschwunden, Brownie hat wunderschöne, weiße Zähne, glänzendes Fell, ist fit und voller Energie - und vor allem er liebt sein Fressen!

Literaturtips:

Natural Dog Food von Susanne Reinerth

http://www.amazon.de/Natural-Dog-Food-Rohf%C3%BCtterung-ebook/dp/B0050I0YR6/ref=sr_1_3?s=books&ie=UTF8&qid=1317713061&sr=1-3




Artgerechte Rohernährung für Hund von Barbara Messika u. Sabine Schäfer

http://www.amazon.de/B-R-F-Artgerechte-Rohern%C3%A4hrung-praktischer/dp/3938071117/ref=sr_1_4?s=books&ie=UTF8&qid=1317713061&sr=1-4